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Gutes Publikum, schlechtes Publikum

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(22.12.2015) Kurz und gut: Den Affen will ich als Publikum!

Vollkontakt-Zaubern

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(12. Dezember 2015) Weihnachtsfeiern sind besinnlich und gemütlich, richtig? Man sitzt ein wenig beieinander, läßt das vergangene Jahr revue passieren und trinkt so den einen oder anderen Glühwein, oder? Falsch! Zumindestens wenn es sich um die Kinder- und Jugendweihnachtsfeier von Viktoria Preussen handelt, die ob der schieren Anzahl von Kindern und Jugendlichen zweigeteilt gefeiert werden muss, auch wenn sie im größten Saal des Hauses Ronneburg stattfindet. Es herrscht ein endloses Gewusel, es wird gerannt, gestolpert und gestürmt, es herrscht ein Geräuschpegel wie weiland bei Hoesch auf'e Hütte.
Zaubern findet hier unter Extrembedingungen statt: Es ist abwechselnd zu hell und zu dunkel, weil irgendjemand an der Beleuchtung herumspielt, während man am Tisch steht, werden einem Stühle ins Kreuz und die Waden gehauen, man brüllt gegen den Lärmpegel an und wird von einer Menge von Kindern und Jugendlichen so eng umringt wie es eigentlich nur für einen Klammerblues ok wäre. Da merkt…

Die Latte liegt hoch!

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(7. November 2015) Ich kann zaubern. Ich lasse Sachen verschwinden. Und wieder erscheinen. Ich lese Gedanken. Ich zerschneide Seile. Und stelle sie wieder her. Das ist unterhaltsam für das Publikum, das bekomme ich immer mal wieder gesagt und das finde ich schön und es macht mich stolz, das will ich gerne zugeben. Ich weiß, was ich kann - und was nicht. Und ich weiß, wie weit ich davon entfernt bin, Profi zu sein.
Aber die Tatsache, dass es die Berliner Philharmoniker gibt, hindert ja zahlreiche Laienorchester (wie den PHV) nicht daran, zu musizieren und die Mannschaften von SV Viktoria Preußen 07 hören nicht nur deshalb mit dem Fußballspielen auf, weil Bayern München seine Gegner neuerdings nicht unter vier Toren Differenz vom Platz schickt.
Trotzdem ist es beeindruckend, die Berliner Philharmoniker zu hören, oder Eintracht Frankfurt spielen zu sehen ... :-) Das war mir im übertragenen Sinne gestern vergönnt, denn der Stefan Sprenger war so freundlich, während meiner Geburtstagsfeie…

Wie viele Kreise?

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(29. Oktober 2015) Gut, ist jetzt nicht im engeren Sinne Zauberei, aber irgendwie doch: Wie viele Kreise sind in der nebenstehenden Abbildung zu sehen? Die überraschende Antwort lautet: 16. Wie ist es möglich, dass sich unser Gehirn so betrügen lässt? Wie ist es möglich, dass sich unser Gehirn so betrügen lässt, selbst wenn man die "Lösung" dann mal gefunden hat?
Ich finde es unglaublich faszinierend, wie das Gehirn ein völlig fehlerhaftes Bild unserer Umwelt produziert, wir so im Allgemeinen als Menschheit damit aber gut zurechtgekommen sind, ein paar hundertausend Jahre mittlerweile.
Als Zauberer versucht man natürlich, diese Fehlerhaftigkeit auszunutzen. Dabei kommt uns sehr zugute, dass wir alle unsere Wahrnehmung nicht als fehlerhaft empfinden und unkritisch sind gegen unser Bild von der Welt: "Ich weiß doch, was ich gesehen habe!". Wer das immer noch glaubt, sollte sich das Bild noch mal ansehen. Oder die Webseite http://illusionoftheyear.com/ besuchen. Oder…

Ich bin ein Groupie!

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(29. September 2015) Ja gut: Vielleicht nicht im eigentlichen Sinne. Ich reise dem Bühnenzauberer Mac King nicht nach und über einen Handschlag hinaus strebe ich auch keinen weitergehenden Körperkontakt an, aber auch nach dem ich jetzt zum zweiten Mal seine Vorstellung in Las Vegas sehen durfte, bin ich immer noch so begeistert, wie beim ersten Mal. Handgemachte Bühnenzauberei ohne gigantische, technische Vorrichtungen, dafür mit sehr viel Humor und augenzwinkernder Selbstironie. Und hinterher wird mit dem Publikum fraternisiert, wie man den beiden Phototrophäen sieht.
Ich erlaube mir darauf hinzuweisen, dass ich mich der übliche Bühnenkleidung des Künstlers angepaßt habe: Großkariert.

Und dann steht plötzlich der echte Zauberer da!

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(5. September 2015) Samstag-Nachmittag. Sommerfest. Kleingartenverein. Eckenheim. Kaffee. Kuchen. Grillworscht. Äppler. Ich. So weit. So gut. Die Leute sind entspannter Laune, nicht zuletzt, weil der angedrohte Regen (die Bundesmetereologen sitzen in Offenbach - muss ich mehr sagen?) auf sich warten läßt und es in der Tat noch recht sommerlich ist und so gibt es einen schönen Rapport, die Leute gehen mit. Und steht da steht plötzlich Kay Schmid im Publikum. Lassen mich Ihnen das schnell erklären: Das ist so, als wenn Sie im erweiterten Familienkreise ein wenig auf dem Klavier klimpern - und plötzlich sitzt Lang Lang im Publikum. Da rutscht Ihnen auch das Herz irgendwohin, wo es nicht hingehört und Sie denken sich: Mistikack, hoffentlich mache ich alles richtig! Schauen Sie sich seine Webseite an, dann wissen Sie, was ich meine. Nach dem ich an einem Tisch fertig war, haben wir ein paar Worte gewechselt, die sogar ganz freundlich und angenehm waren: Ich scheine mich nicht wie der Voll…

Ein paar Tricks zum Kaffee gefällig?

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(13. August 2015) Ob ich mal für seine Tochter und einen ihrer Schulfreunde zaubern kann, fragt mich ein Arbeitskollege. Na klar, kann ich. Nach einigem Hin und Her den Termin betreffend war es dann heute soweit und ich habe eine Kaffeepause dazu genutzt, dem genannten Publikum (erweitert um eine Freundin, einen begleitenden Vater sowie den betreffenden Kollegen) etwas vorzuzaubern.
Es war die Wucht in Tüten! Als Musiker könnte ich jetzt wohl sagen: Ich habe eine Jam Session gemacht. Ich habe einfach auf das reagiert, was von den Kindern kam, das eine kam zum anderen, das eine führte zum anderen und alles hat einfach nur Spaß gemacht. Der Schulkamerad entpuppte sich dann sogar noch als "Kollege", der auch schon mal so den einen oder anderen Trick im Internet geordert und auf Youtube angeschaut hat. Auch wenn ich sicher in dieser Angelegenheit nicht die ultimative Instanz bin, habe ich gleichwohl empfohlen, sich doch lieber mal beim Magischen Zirkel umzuschauen.
Was mich bes…

Die Schere im Kopf funktioniert!

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(12. August 2015) Gestern habe ich ein Youtube-Video gesehen, einen Sketch, in dem ein Zauberer vorkommt. Ich fand, dass es manche Manierismen von Zauberern (auch meine!) sehr gut karikiert: Die exaltierten Bewegungen, die Art und Weise wie Straßenzauberei als scheinbar spontan inszeniert wird, wie der männliche Zauberer sich natürlich eine junge Frau als Publikum aussucht, wie Zauberei für eine plumpe Annäherung benutzt wird. Und ehrlich gesagt, fand ich es auch ein bisschen witzig.
"Aaaaaber:", so dachte ich sofort:"Kann man das nicht als sexistisch ansehen? Als krude, als stumpf, als respektlos?". Ja, das kann man wahrscheinlich, also schreib ich lieber nix und verlinke auch nicht auf das Video: Sicher ist sicher.

P.S.: "David Coppafeel" - wer selber suchen möchte ...

Ohne Krimi geht die Mimi nie in's Bett, ...

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(25. Juli 2015) ... und ohne Melone zaubert der Karsten nicht, und das aus gutem Grund. Den sieht man auf dem beigefügten Photo: Die Lockenpracht ist eben doch schon sehr schadhaft. Hier zaubere ich für die Söhne von guten Freunden, da wäre es etwas komisch, im Kostüm aufzutauchen, aber wenn man sich selber immer noch als holden Knaben im lockigen Haar in Erinnerung hat ...
Naja, die Nummer mit dem laaaangen Papierstreifen aus dem Mund (Zauberer nennen diese Nummer in ihrer eigenen Spezialsprache: Laaaaanger Papierstreifen aus dem Mund) ist gut angekommen, aber auch die Stand-up-Monte (siehe hier) und endless chain (siehe z.B. hier) werden sehr freundlich aufgenommen. Der Hit ist aber das verbrennende Euro-Stück - das in einer Dose-in-einer-Dose-in-einer-Dose-... wieder auftaucht (siehe z.B. hier).

Berta, das Ei ist hart!

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(19. Juli 2015) Das passiert den Junior- und Miniköchen nie, das mit dem harten Ei - es sei denn das soll so. Denn bei der besagten Organisation (siehe hier) geht es um Kinder und um nicht weniger als das folgende: "Indem wir ihnen altersgerecht ein umfassendes Wissen über Lebensmittel geben, die Faszination des Kochens vermitteln und ihnen den Stil und die Etikette der Tafelkultur sowie den bewussten Umgang mit der Gastronomie mit auf den Lebensweg geben, legen wir die Grundlagen für ein genussreiches späteres Leben.". Einmal im Jahr feiern die Kinder ein Sommerfest, obwohl "feiern" hier ein Euphemismus ist: Die Kinder müssen richtig schuften und für ihre Eltern, Großeltern, Geschwister und Freunde kochen und die gekochten Speisen und Getränke auch anrichten und servieren.
So, und was hat das jetzt in meinem Blog zu suchen? Die treibende Kraft hinter der Sache ist Herr Andreas Eggenwirth (über den man hier das eine oder andere lesen kann) und der war geraume Zeit…

AWO: Wo?

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(18. Juli 2015) Alles vorher sauber abgesprochen: Ich soll um 14:30 Uhr in der Eckernförder Str. 65 sein, dort feiert die AWO Eckenheim ihr Sommerfest. Aber wo da genau? Naja, dass man ein Sommerfest bei 30°C Außentemperatur nicht im Saal, sondern im Hof feiert, das hätte ich mir auch denken können - aber jetzt kenne ich zu mindestens das Treppenhaus der Liegenschaft, und das ist ja auch schön.
Der Auftritt: Sehr nett! Die Leute sind zwar etwas überrascht, auf einen  Zauberer zu stoßen, sind aber auch sehr aufgeschlossen und haben Lust, sich was zeigen zu lassen. Sie erzählen sich gegenseitig und mir wo sie schon mal Zauberer gesehen haben, sind großzügig mit dem Applaus - und haben vor allen Dingen eine Aufmerksamkeitsspanne, die über 15 Sekunden hinausgeht. Ich spiele, was der Koffer hergibt: Three-Card-Monte, endless chain, Seile, Karten, ... Alles wird dankbar und interessiert aufgenommen, also kurz und gut: Schöne Gelegenheit, schöner Auftritt:

P.S.: Heute hat es sich zum ersten…

Der Frankfurter Berg ist ein heißes Pflaster

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(18. Juli 2015) Oooh, da höre ich schon die ersten bösen Stimmen aus dem Hintergrund: Wie kann er das denn sagen? Der Frankfurter Berg ist nicht besser, aber auch nicht schlimmer als andere Stadteile! Wie oft müssen wir uns die blöden Vorurteile denn noch anhören?
Das ist alles richtig, aber bei 34°C Außentemperatur ist das Pflaster heiß, auch am Frankfurter Berg, auch zum interkulturellen Kinderfest (veranstaltet vom Jugendhaus Frankfurter Berg) ebendort. Ich gebe zu: Ein billiges Wortspiel - aber es hat funktioniert, oder?
How-auch-ever: Ich marschiere zu besagtem Kinderfest - das schon eine Weile läuft, als ich ankomme - und stelle fest, dass auf einer Bühne ein Zauberer steht, der offensichtlich mit Kindern einen Zauberworkshop durchgeführt hat, deren Ergebnisse auf der Bühne präsentiert werden. Das, so finde ich, ist nicht optimal, denn es ist nicht abgesprochen und ich komme mir wie ein Nachklapp vor auf etwas das schon den ganzen Nachmittag gelaufen ist. Vielleicht bin ich da …

Wie?

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(17. Juli 2015) Habe ich live in Las Vegas gesehen - habe nur drei Worte dafür: Wie zum Teufel?


Einfach ist nicht einfach einfach

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(20. Juni 2015) Das mache ich nie wieder! Zum Sommerfest "meines" Sportvereins, des TSV Berkersheim, hatte ich angeboten, einen kleinen Zauberworkshop zu machen: Der Vorstand war begeistert. Nichts weltbewegendes, ich bin nicht der Masked Magician (höchstens der Hatted Magician), sondern nur ein paar Sachen, die jeder schnell in der Bibliothek seines Vertrauens hätte finden können. Ich hatte mir ein paar einfache Sachen mit Seilen vorgenommen, weil ich gehofft hatte, dass das sowohl Erwachsene als auch für Kinder interessant sein könnte: Ich wusste ja nicht, welches Publikum kommen würde. Wie sich dann herausstellte, waren es mit Masse Kinder - und für viele dieser Kinder waren selbst die Dinge zu schwer, die ich für einfach gehalten hatte. Konzepte wie "oben, unten, links, rechts, vorne, hinten, Daumen, Zeigefinger, ..." zu mindestens bei den kleineren Kindern - deren Alter ich mal so auf sechs, vielleicht sieben schätzen würde - nicht klar waren. Selbst die Vorf…

Lindenfest: Ein Satz mit X

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(27. Juni 2015) Erst regnet es fies, dann gießt es, zwischendurch schüttet es wie aus Kübeln und zum Schluß öffnet der Himmel seine Pforten. Und als dann endlich in Berkersheim und für das Lindenfest eben dort der Regen aufhört, habe ich ein Déjà-vu: Keiner interessiert sich für Zaubern (siehe meinen letztjährigen Blog-Eintrag). Das ist auch mal eine interessante Erfahrung, denn normalerweise kommen mindestens mal die Kinder gerannt und man kann nicht einmal in Ruhe aufbauen: Hier nicht. Nicht dass keine Kinder da wären, aber es gibt Kinderspiele, Ponyreiten und Traktorfahren und das scheint deutlich mehr zu ziehen als alles andere. Und so ziehe ich nach einer Stunde Regen und einer Stunde Erfolglosigkeit (ich habe genau eine Routine für zwei junge Damen und ihre Mutter gespielt!) mehr oder minder unverrichteter Dinge wieder ab - und bin um eine Erfahrung reicher.

P.S.: Mir ist soeben (30. Juni 2015) aufgefallen, dass die Überschrift vielleicht etwas irreführend ist, denn das Lindenf…

It's always the singer, never the song!

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(14. Juni 2015) Der Spruch meint: Wenn um Unterhaltung geht, kommt sehr viel mehr auf die Präsentation an, als auf den Inhalt. Das ist natürlich eine Überspitzung (die Heidi-Titelmelodie macht auch ein Bruce Springsteen nicht zu einem Meisterwerk), aber was Wahres ist schon dran. Zum Beweis, hier zweimal derselbe Effekt von zwei sehr verschiedenen Zauberern:



So gleich und doch so verschieden, oder?

Über 30 Grad und die Soße läuft

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(6. Juni 2015) Kein appetitliches Thema für einen appetitlichen, kleinen Blog-Eintrag, oder? Aber was wahr ist, muss wahr bleiben: Es war brüllend heiß und während meines Auftritts angelegentlich des Sommerfestes am Frankfurter Bergs ist mir teilweise der Schweiß von der Stirn auf die Brille getropft, sodass ich kaum weitermachen konnte. Aber ich muss als Zauberer nun mal am Kostüm erkennbar sein, das habe ich in den zurückliegenden Jahren gelernt. Vielleicht liegt das daran, dass ich in anderen Funktionen in "unseren" Stadtteilen zu bekannt bin, sodass es des klaren visuellen Signals bedarf: Ah, er ist als Zauberer da. Aber der Reihe nach ...
Da war zunächst einmal dieses Swing-Orchester und die haben zwei Sachen gespielt: Ersten Swing und zweitens laut. Nicht dass sie es nicht gekonnt hätten, ganz im Gegenteil! Aber laut ist laut und laut ist der Tod der Kunst, die ich zu erheblichen Teilen über Sprache transportiere. Also baue ich meinen Tisch weit vom Orchester entfernt…

Oohh, nicht schon wieder Pause!

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(31.05.2015) Die AHD hat ihr wohlbekanntes Pfarrfest in Dreifaltigkeitsfest umbenannt, aber sonst alles beim Alten belassen - und das ist gut so! Denn das war schon immer eine Riesensause und das ist es immer noch. In diesem Jahr darf ich mitten drin stehen und zaubern und das ist die reine Freude. Wie immer ist das größte Problem, dass sich die Kinder so dermaßen drängen, dass der Tisch kaum am Platz stehenbleibt, aber vielleicht ist das ein Luxusproblem. Das Beste jedenfalls ist, das jedesmal, wenn ich eine Pause machen möchte oder muss, weil ich gerne einen Kaffee trinken möchte oder ein paar magische Dingstabumsta wieder zurücksetzen muss, die Kinder schmollen: "Oohh, schon wieder Pause!".
Ja, und dann kommt da dieser Mann, der um eine Visitenkarte bittet und mich wissen lässt, dass doch alles sehr professionell sei. Das stimmt zwar nicht im allermindesten, aber es schmeichelt dem Laien natürlich maßlos, für einen Profi gehalten zu werden ...
Was ich heute gelernt habe? Nu…

Bembelzaubern, oder: Im Kostüm durch's wilde Eckenheim

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(23. Mai 2015) Zu einem Zauberauftritt anläßlich eines 60sten Geburtstages war ich in den Homburger Hof gebeten worden - und der ist nach eigenem Bekunden ein Ort der Bembelkultur und hat Bembelkegelbahnen. Also, ist Zaubern dort "Bembelzaubern", richtig? Wenn sie die Antwort wissen schreiben sie bitte eine eMail an karsten.meyerhoff@ist-ja-auch-egal.de.
Der Homburger Hof ist grade mal ein paar Minuten zu Fuß von meinem Wohnort entfernt, also stapfe ich zu Fuß im vollen Ornat durch Eckenheim; Langer, schwarzer Gehrock, schwarze Weste, Fliege und natürlich Melone. Man wird schief angeschaut, Leute wechseln die Straßenseite und Mütter holen ihre Töchter ins Haus: Eine sehr merkwürdige Erfahrung. Aber, vielleicht bilde ich mir das nur ein ...
Der Auftritt war "Bombe" (um es in den Worten eine der führenden Aphoristikerinnen deutscher Zunge, Motsi Mabuse, zu sagen): Die geladenen Geburtstagsgäste waren allesamt in der Laune, unterhalten zu werden, sind mitgegangen und…

Zaubern up Platt

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(16. Mai 2015) Ik kann ji heelneit vertellen, wau gediegen dat was: Ik was dat erstmol för ein Hochtied innladen as Zauberer. Unn da hebb ik mi bannich op freit, weil ik docht harr, dat de Lüü goot opleggt sünd und een Sinn hebben an Zaubern. Unn dat was ook so, man as ik för de erst poar Lüü wat mak und mit de proot - hochdüütsch, wat denn anners? - denk ik so: So as dei prooten, dat hest du all mol hört und da hebb neetekraat fracht: "Ji klingen, as wenn ji van Oostfreesland sünd.". Unn Dunnerschlach: So wer dat! De kwammen van Moordörp unn anners welken wassen ut Filsum! Sien Ollen weeren van Oostfreesland hebb ik dann mitkregen.
Een Moment hev ik överleggt - und dann up Platt wiedermakt. Dat was 'n bietje sünnerbar, weil ik dat nun heel neit weernd bün Platt to proten unn ok neit Platt upwursen bün, man dat ging woll. Unn de Lüü kicken di ok futt heel anners an, is ja kloar. Ik bünn dann van een Tafel not annern gangen und hebb överall frocht, ob se doar ok Platt pr…

So-so: Zaubern kann dem Publikum also auch Spaß machen ...

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(14. Mai 2015) Wayne Dobson ist brilliant - gut, das weiß jeder. Er geht sehr natürlich und zuvorkommend mit seinem Publikum um - gut, das weiß auch jeder. Aber dieser Herr, den er aus dem Publikum wählt, ist die Krönung! Das habe ich persönlich noch nie erlebt, dass jemand so mitgeht und so viel Spaß auf der Bühne hat. Sollte das am Ende bedeuten, dass ich noch nicht ganz so gut bin wie Wayne Dobson? Hhmmm ...


Das Maienquartett singt, ich bin heiser

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(10. Mai 2015) Das Maienquartett (hier der Link) ist ein traditionsreicher Gesangsverein im Stadtteil Bonames und die haben hinreichend viel Tradition, dass es für die Feier des  90-jähriges Bestehens reicht. Es gibt keine akademische Feierstunde (die wird's wahrscheinlich dann in 10 Jahren geben), sondern man findet sich am Sonntag-Nachmittag im Haus Nidda zusammen und singt - und zwar reichlich. Erst das Maienquartett, dann der befreundete Chor aus Gersdorf, dann wieder das Maienquartett, dann wieder ...
Um 18:00 Uhr ist dieser Teil der Veranstaltung vorbei, man geht zum gemütlichen Teil über und jetzt bin ich dran mit table hopping - und lerne ein paar Lektionen:

Ich verstehe und akzeptiere vollkommen, dass ich mit meiner Kunst Beiwerk bin, und ...... der Auftritt beim Maienquartett hat das sehr eindrucksvoll bestätigt.Wenn Menschen keine Zauberei erwarten, ist das Eis, das man brechen muss, seeehr dick.Bedienungen haben das Konzept der close-up mat nicht verstanden: Die stelle…

Behinderte Zauberer

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(21. April 2015) René Lavand hat nur eine Hand:


Richard Turner ist blind:


Wayne Dobson hat MS:


Wow!

Feigen, Karotten, Fisch: Nein, das ist kein Kochrezept!

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(11. April 2015) Der Zauberer Mac King tritt täglich - ausser Sonntags und Montags - zweimal im Harrah's in Las Vegas auf (siehe z.B. hier) und was mich angeht, ist alleine das eine Reise nach Las Vegas wert, denn Mac King ist einfach sehr charmant und unglaublich witzig. Er bringt Sachen auf die Bühne, von denen man als Amateur denkt: "Na, das könnte ich wahrscheinlich auch ...". Kann man natürlich nicht, aber man denkt es ... Keine Riesenrequisiten, keine Pyrotechnik, keine spärlich bekleideten Tänzerinnen: Einfach nur sehr, sehr gute Unterhaltung. Hier ist seine Paradenummer zu sehen - der Fischfang aus der Luft:


Übrigens: Ein Fig Newton ist ein mit Feigenpaste gefüllter Keks (siehe hier).

La poésie Française

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(21. März 2015) Jaja, wir können halt nicht alle Channing Pollock sein, und uns erdenschweren, normalen Sterblichen bleibt dann manchmal nur Flucht in den Witz und die Komödie. Otto Wessely, ein gebürtiger Wiener, der seit etlichen Jahren in Paris lebt, macht vor, wie so etwas aussehen kann, indem der die Affektiertheit der Branche sehr gekonnt hochnimmt. Auch ohne Kenntnisse des Französischen zum Schreien komisch:


Kanonen und Küken

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(15. März 2015) Na gut, ich gebe es zu: Es waren keine Kanonen, sondern nur ein Kanonenofen, aber so klingt die Überschrift halt spektakulärer :-)
Die Küken waren Küken und zwar die von den Geflügelzüchtern am Frankfurter Berg und der Kanonenofen hat deren Halle auf gefühlte 42°C aufgeheizt. Nun gut, die Küken werden es gut gebrauchen können. Wie immer strömen die Kinder - und strömen - und strömen - und strömen ... Gut, wenn man auch in der Stadt mal so ein Naturerlebnis haben kann.
Ja, sie strömen und strömen - und strömen an mir vorbei, denn sie können gar nicht anders, wenn sie zu den Küken wollen. Und das sorgt für viel Publikum, sehr viel Publikum - und es flutscht! Es macht einfach nur Spaß! Alles funktioniert (ausser Ring and Rope, aber da scheine ich grundsätzliche Probleme damit zu haben das korrekt und unterhaltsam zu präsentieren ...) und wie immer stehen und sitzen die Eltern in der zweiten Reihe, neigen einander die Köpfe zu, gestikulieren und wispern - und scheinen sic…

Zaubernde Ballerina (nicht zu verwechseln mit: Bezaubernde Ballerina!)

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(12. März 2015) Immer wenn man glaubt, man hat schon alles gesehen, dann kommt so etwas daher:


Ich warte gespannt, was als nächstes kommt: Ein Bodybuilder, der seine Muskeln präsentiert und nebenher Seidentücher produziert oder wie wäre es mit einer Jungfrau, die einen Pullover strickt, während sie zersägt wird? Das Konzept ist noch nicht ausgereizt ...

Die große Bühne ...

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(08. März 2015) ... war es nicht, aber eine kleine immerhin; die der AWO-Begegnungsstätte am Frankfurter Berg. Und es waren auch nicht die Bretter, die die Welt bedeuten, sondern die, auf denen die Krätscher ihr Heringsessen und Ordensfest veranstaltet haben. Was passiert da? Genau das was der Name vermuten lässt: Unten im Saal wird Hering gegessen und oben auf der Bühne werden Orden verliehen und jeder dankt jedem für alles. Bitte nicht falsch verstehen: "Keine Schuld ist dringender als die, Danke zu sagen." (Marcus Tullius Cicero; genau: der Cicero) und es ist phantastisch, dass Karnevalsvereine einen Weg gefunden haben das zu institutionalisieren - aber drei Stunden lang? Das kann sich ziehen wie Analogkäse auf der Pizza ...
How-auch-ever: Ich war zwischendrin mit 20 Minuten Bühnenprogramm dran - und das hat Spaß gemacht, denn überlicherweise mache ich ja nur Mikromagie. Na gut, es war mehr Halbdistanz als Bühne (wer den Ort des Geschehens kennt, der weiss, dass es sich …

Sooo elegant, sooo schön!

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(01. März 2015) Fred Kaps (hier der sehr viel ausführlichere englischsprachige Artikel) und Tommy Wonder waren zwei - nach meiner unmaßgeblichen Meinung extrem gute und kreative - holländische Zauberer, die beide zu früh an Krebs verstorben sind. Was ich persönlich an den beiden schätze, ist ihre Eleganz und Natürlichkeit - das totale Kontrastprogramm z.B. zu Hans Klok der ebenfalls aus dem kleinen und nassen Holland stammt. Hier Tommy Wonders elegante, schöne, leicht nachzuvollziehende, absolut wunderbare Tamed-Card-Routine:


Vonne Schicht direkt nach'e Kreppel

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(18. Februar 2015) Ich trage einen dreiteiligen Anzug mit Fliege. Immer. Immerimmer. Insbesondere meine Arbeitskollegen können das bezeugen. Und da die mich - wie ich mutmaße - sowieso manchmal für "irgendwie anders" halten, hat es sie wohl auch nicht gewundert, dass ich heute eine etwas glänzendere Weste und einen Gehrock anhatte und dazu ein Plastron. Mir war nämlich klar, dass ich es zu meinem Auftritt zum Kreppelnachmittag (Kreppel = Krapfen = Berliner = Pfannkuchen) des VdK Eckenheim/Eschersheim nur schaffen würde, wenn ich direkt "vonne Schicht" fahre. Das bedeutete dann allerdings, quasi kostümiert zur Arbeit gehen zu müssen: Die Kollegen haben es mit großer Fassung und mildem Spott hingenommen. Am Aschermittwoch scheint das tolerable zu sein.
Der Auftritt an sich: Mal was ganz anderes für mich, denn es waren keine Kinder, sondern nur sehr Erwachsene zugegen, ein Publikum das ungleich schwerer anzuwärmen ist, dann aber sehr viel aufmerksamer folgt. Ich mach…

Lieber Arm dran als Arm ab ...

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(15. Februar 2015) ... lautet ein alter, alter, sehr alter, sehr lahmer Spruch, aber Topas gibt dem ganzen eine neue Bedeutung:


Herrlich, wie er die Manierismen der Branche hochnimmt!

Verkackt ...

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(08. Februar 2015) ... ist vielleicht ein zu hartes Wort für das, was mir soeben bei Viktoria Preussen 07 passiert ist, aber das war weit davon entfernt, perfekt oder auch nur gut zu sein. Was ich erwartet - und demzufolge mit eigenem Vortrag vorbereitet hatte - war dies:

Neujahrsempfang von Viktoria Preussen: ca. 30 LeuteBeginn: 11:00 Uhrkurze Ansprache des Vorsitzenden (Begrüßung der Gäste, kurzer Abriss des Jahres, ...)danach ich mit ein, zwei parlour-Nummerndanach gemütliches Beisammensein und Schwatz über Gott und die WeltEnde 13:00 Uhr Was tatsächlich passiert ist, ist dies:
Neujahrsempfang von Viktoria Preussen: ca. 60 LeuteBeginn: 12:00 Uhr (offiziell, tatsächlich 12:20 Uhr)Ansprache des Vorsitzenden (Begrüßung aller Gäste, Abriss des Jahres, ...)danach die Ankündigung, ich würde table hopping machen (ups!)einer der ehemaligen Vorsitzenden ist ebenfalls Amateurzauberer und zeigt eine schöne Routine mit einer selbstgemachten Kelle, pen through anything und matchbox penetrationich…

Darth Vader kommt zum Narrhallamarsch

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(07. Februar 2015) Beim Kindermaskenball des Musikvereins Nordenstadt werden nicht nur die Kostüme der Kinder prämiert, sondern auch die der Erwachsenen - und da betreten dann allen Ernstes ein Darth Vader und ein Stormtrooper als Gewinner zu den Klängen des Narrhallamarsches die Bühne. So was gibt's nur im Karneval! Im letzten Jahr haben übrigens ein Vater mit seinem zweijährigen Sohn gewonnen: Der Kleine als Batman verkleidet, sein Vater als Robin ...
Ich wusele drei Stunden durch den Saal, zeige abwechselnd Sachen an meinem eigenen Tisch oder mache table hopping - und stelle fest, dass eine Asbach-uralte Nummer mit einem Tuch und schnell aus irgendwelchem Papier gedrehten Papiertüten, zwischen denen das Tuch magisch hin- und her-wandert unglaubliche Reaktionen bei den Kindern verursacht:"Ich hab' Dich schon im letzten Jahr zaubern gesehen: Das ist so cool!". Wie immer sind die Schwammbälle der absolute Knaller und alles was brennt, hat sofort die Aufmerksamkeit d…

Man sieht nur, was man weiß!

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(04. Januar 2015) Sie zeigen einem, wie sie es machen und trotzdem sieht man nichts: Genial! Und die Nummer mit dem Münzfang aus dem Nichts ist unglaublich schön und poetisch:


Ich hatte vor drei Jahren die Gelegenheit, die beiden in Las Vegas live zu sehen: Eine Offenbarung!