Samstag, 21. März 2015

La poésie Française

(21. März 2015) Jaja, wir können halt nicht alle Channing Pollock sein, und uns erdenschweren, normalen Sterblichen bleibt dann manchmal nur Flucht in den Witz und die Komödie. Otto Wessely, ein gebürtiger Wiener, der seit etlichen Jahren in Paris lebt, macht vor, wie so etwas aussehen kann, indem der die Affektiertheit der Branche sehr gekonnt hochnimmt. Auch ohne Kenntnisse des Französischen zum Schreien komisch:


Sonntag, 15. März 2015

Kanonen und Küken

(15. März 2015) Na gut, ich gebe es zu: Es waren keine Kanonen, sondern nur ein Kanonenofen, aber so klingt die Überschrift halt spektakulärer :-)
Die Küken waren Küken und zwar die von den Geflügelzüchtern am Frankfurter Berg und der Kanonenofen hat deren Halle auf gefühlte 42°C aufgeheizt. Nun gut, die Küken werden es gut gebrauchen können. Wie immer strömen die Kinder - und strömen - und strömen - und strömen ... Gut, wenn man auch in der Stadt mal so ein Naturerlebnis haben kann.
Ja, sie strömen und strömen - und strömen an mir vorbei, denn sie können gar nicht anders, wenn sie zu den Küken wollen. Und das sorgt für viel Publikum, sehr viel Publikum - und es flutscht! Es macht einfach nur Spaß! Alles funktioniert (ausser Ring and Rope, aber da scheine ich grundsätzliche Probleme damit zu haben das korrekt und unterhaltsam zu präsentieren ...) und wie immer stehen und sitzen die Eltern in der zweiten Reihe, neigen einander die Köpfe zu, gestikulieren und wispern - und scheinen sich ebenfalls großartig zu unterhalten. Neu in meinem Programm waren die mouth coils (siehe zum Beispiel hier) und die waren der Hit!
Visitenkarten werde ich die Menge los und ich bin mal gespannt, ob da was nachkommt.

Mittwoch, 11. März 2015

Zaubernde Ballerina (nicht zu verwechseln mit: Bezaubernde Ballerina!)

(12. März 2015) Immer wenn man glaubt, man hat schon alles gesehen, dann kommt so etwas daher:


Ich warte gespannt, was als nächstes kommt: Ein Bodybuilder, der seine Muskeln präsentiert und nebenher Seidentücher produziert oder wie wäre es mit einer Jungfrau, die einen Pullover strickt, während sie zersägt wird? Das Konzept ist noch nicht ausgereizt ...

Sonntag, 8. März 2015

Die große Bühne ...

(08. März 2015) ... war es nicht, aber eine kleine immerhin; die der AWO-Begegnungsstätte am Frankfurter Berg. Und es waren auch nicht die Bretter, die die Welt bedeuten, sondern die, auf denen die Krätscher ihr Heringsessen und Ordensfest veranstaltet haben. Was passiert da? Genau das was der Name vermuten lässt: Unten im Saal wird Hering gegessen und oben auf der Bühne werden Orden verliehen und jeder dankt jedem für alles. Bitte nicht falsch verstehen: "Keine Schuld ist dringender als die, Danke zu sagen." (Marcus Tullius Cicero; genau: der Cicero) und es ist phantastisch, dass Karnevalsvereine einen Weg gefunden haben das zu institutionalisieren - aber drei Stunden lang? Das kann sich ziehen wie Analogkäse auf der Pizza ...
How-auch-ever: Ich war zwischendrin mit 20 Minuten Bühnenprogramm dran - und das hat Spaß gemacht, denn überlicherweise mache ich ja nur Mikromagie. Na gut, es war mehr Halbdistanz als Bühne (wer den Ort des Geschehens kennt, der weiss, dass es sich um ein sehr großzügiges Wohnzimmer und nicht wirklich um einen Saal handelt ...), aber immerhin konnte ich mal die etwas größeren Geräte wie z.B. den Square Circle zur Anwendung bringen. Ich führe:

  • Six-card-repeat (tausendmal besser vorgeführt hier in einer sehr unterhaltsamen Variante von Pop Haydn)
  • Fiber Optics (tausendmal besser vorgeführt hier vom Erfinder Richard Sanders himself)
  • Homing Card (tausendmal besser vorgeführt hier vom unvergleichlichen Fred Kaps)
vor - und das scheint zu gefallen, wenngleich ich bemerke, dass ich dem Publikum wohl noch etwas besser werde anzeigen müssen, wo sie klatschen dürfen und sollen. Hinterher kommt aber immerhin der eine oder andere und bedankt sich für den Auftritt - na, das freut doch den Künstler!

Sonntag, 1. März 2015

Sooo elegant, sooo schön!

(01. März 2015) Fred Kaps (hier der sehr viel ausführlichere englischsprachige Artikel) und Tommy Wonder waren zwei - nach meiner unmaßgeblichen Meinung extrem gute und kreative - holländische Zauberer, die beide zu früh an Krebs verstorben sind. Was ich persönlich an den beiden schätze, ist ihre Eleganz und Natürlichkeit - das totale Kontrastprogramm z.B. zu Hans Klok der ebenfalls aus dem kleinen und nassen Holland stammt. Hier Tommy Wonders elegante, schöne, leicht nachzuvollziehende, absolut wunderbare Tamed-Card-Routine:


Ein Satz mit X ...