Das Maienquartett singt, ich bin heiser

(10. Mai 2015) Das Maienquartett (hier der Link) ist ein traditionsreicher Gesangsverein im Stadtteil Bonames und die haben hinreichend viel Tradition, dass es für die Feier des  90-jähriges Bestehens reicht. Es gibt keine akademische Feierstunde (die wird's wahrscheinlich dann in 10 Jahren geben), sondern man findet sich am Sonntag-Nachmittag im Haus Nidda zusammen und singt - und zwar reichlich. Erst das Maienquartett, dann der befreundete Chor aus Gersdorf, dann wieder das Maienquartett, dann wieder ...
Um 18:00 Uhr ist dieser Teil der Veranstaltung vorbei, man geht zum gemütlichen Teil über und jetzt bin ich dran mit table hopping - und lerne ein paar Lektionen:

  • Ich verstehe und akzeptiere vollkommen, dass ich mit meiner Kunst Beiwerk bin, und ...
  • ... der Auftritt beim Maienquartett hat das sehr eindrucksvoll bestätigt.
  • Wenn Menschen keine Zauberei erwarten, ist das Eis, das man brechen muss, seeehr dick.
  • Bedienungen haben das Konzept der close-up mat nicht verstanden: Die stellen das Essen auch gerne mal direkt auf die Matte, denn da ist ja Platz ... :-(
  • Die Aufmerksamkeitsspanne der meisten Menschen orientiert sich an der Schnittfrequenz von MTV-Videos - auch wenn sie nicht der MTV-Generation angehören.
  • Die Musikbegleitung im Saal ist immer zu laut, immer! Die Musiker wollen ja auch gehört werden und das ist nachvollziehbar und in Ordnung. Aber für Effekte, zu denen eine Geschichte gehört (ich habe nur solche) ist das sehr schwierig - und deshalb bin ich heiser.
P.S.: Ich gestehe, dass Chormusik normalerweise nicht so an mich geht, aber der Gersdorfer Chor hat ein Lied von Hubert Goisern gesungen hat, das mich schon gepackt hat: Weit, weit weg

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