Prinzessinnenalarm!

(30. Januar 2016) Der Musikverein Nordenstadt 1973 e.V. in Wiesbaden veranstaltet einmal im Jahr seinen Kinderpreismaskenball: Maskierte Kinder - in Begleitung ihrer Eltern oder ohne - toben in einer eigentlich sehr frugalen Mehrzweckhalle herum und rennen von einer Spielstation zur nächsten. Nur an meinem Tisch bleiben sie stehen und staunen, den größten Teil der Zeit relativ ruhig und aufmerksam. Und es läuft: Eine Routine fließt in die nächste, keiner sieht die d***** l**** (kein Trickverrat!) und ich muss schon mein "esuaP ezruk"-Schild aufstellen, um überhaupt hin under wieder mal aufräumen zu können. Nur den einen Fehler begehe ich immer wieder: Ich schleppe Effekte mit, die ein wenig Aufmerksamkeit und Konzentration erfordern. Nicht viel Aufmerksamkeit und Konzentration, wie ich denke, aber selbst ein mehrphasiger Effekt, bei dem eine Spielkarte immer wieder unter immer "unmöglicheren" Bedingungen im Sandwich zwischen zwei Jokern gefunden wird, wird mit den Worten quittiert, man wolle jetzt lieber wieder einen "Hammertrick" sehen! Ich übersetzte Mal: Hammertrick = Schwammbälle, Pyropapier, Chop Cup und Mouth Coil. Na gut, ist ja alles selbstgewähltes Schicksal, ich müsste ja nicht hingehen.
Im Übrigen: Ich bin mir sicher, dass Menschen die an gender mainstreaming glauben, bei dieser Veranstaltung heisse Tränen der Wut und der Entäuschung vergossen haben würden, denn ein gefühltes Drittel der kleinen Mädchen im Alter zwischen 6 und 12 laufen als Prinzessinnen rum ...

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