Die Rolle ist die Rolle ist die ...

(2. Juli 2016) Dass man in seinem Leben verschiedenen Rollen spielt, ist eigentlich eine triviale Erkenntnis: Dem einen ist man Sohn, dem anderen Arbeitskollege, der Dritten Ehemann. Bei vielen Vereinen scheine ich auf ewig nur Ortsbeiratsmitglied zu sein. Das ist mir heute beim Sommerfest des Jahnvolks wieder aufgefallen. Im bin im vollen Ornat da (Smoking, Anstecknadel des Magischen Zirkels) und habe alle Attribute des Zauberers bei mir: Zauberstab, Spielkarten, Seile, ... Und doch werde ich von jedem zweiten als Ortsbeiratsmitglied angesprochen. Besonders "störend" ist es, wenn jemand mich aus der zweiten Reihe schön laut vorstellt: "Das ist Herr Doktor Meyerhoff, der ist im Ortsbeirat - stimmt doch, Herr Doktor Meyerhoff, oder?" (Übrigens: Nein, bin ich seit März nicht mehr) Das ist gut gemeint, daran zweifele ich nicht, aber "gut gemeint" und "gut gemacht" sind nun eben zwei verschiedene Dinge. Besonders "nett" wird es, wenn sich ein Zuschauer einem anderen zuneigt und raunt:"Er hat eine erstaunliche Karriere hinter sich: Vom Politiker zum Zauberer ..." - und ich weiß nie so genau, ob da Bewunderung, Mitleid oder einfach nur namenloses Erstaunen mitschwingt.
Ansonsten: Gemischtes Publikum, jung, alt, erstaunt einen Zauberer zu sehen, willens sich unterhalten zu lassen, teils table-hopping, teils stationär an einem Tisch. Auf die kurze Formel gebracht: Läuft!
Notiz an mich selber: Fiber Optics muss man hin und wieder üben, nicht dass ich es richtig versemmelt hätte, aber ...

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